Die Nachricht: Schwanger!

Die Nachricht: Schwanger Schwangerschaftstests Elodie SSW7

Die Schwangerschaft ist die natürlichste Sache der Welt. Wir pflanzen uns fort und gründen mit das schönste im Leben – eine eigene Familie. Für mich ist es bis jetzt die aufregendste Zeit die ich erlebt habe. Wie fühlt man sich also wenn man weiß, man ist nun schwanger?

Ein oder zwei Striche?

Bei mir war es zuallererst nicht so erfreulich. Ich hatte gerade erst den Vertrag für einen neuen Job unterschrieben, als zwei Balken auf dem Frühschwangerschaftstest aufleuchteten. Im ersten Moment war ich geschockt und konnte es nicht glauben. Schwanger, ich? Wir hatten doch immer aufgepasst… Oder die letzten Male doch nicht so richtig? „Verdammt“ dachte ich, „jetzt sitzt du in der Patsche.“. Mein Freund, Gerald, mit dem ich nun im 7. Jahr zusammen bin, reagierte ebenfalls etwas perplex auf diese Neuigkeit. Allerdings muss ich dazusagen, dass er der Gefasste von uns beiden war. Nach einer kurzen Schock-Pause, in der ich in Tränen ausgebrochen war und er sich ins kurze Schweigen zurückzog, sah er mir bestimmt in die Augen und sagte „Schatz, wir schaffen das. Wir sind ein starkes Team! Dann werden wir jetzt eine kleine Familie.“ Ich weinte noch immer, diesmal aber aus Glück, dass ich so einen tollen und starken Partner an meiner Seite hatte. Wir nahmen uns in den Arm und versuchten erst einmal die neue Situation sacken zu lassen.

Ein zweiter Test muss her!

Um Fehler im Teststäbchen auszuschließen, kaufte ich mir am Folgetag erneut eines. Dieses war (welch Wunder! :D) ebenfalls positiv. Jetzt war es „amtlich“: Wir bekommen Nachwuchs, oder? Da ich mit der Situation noch etwas überfordert war, googelt ich erst einmal nach „Fehldiagnose von Frühschwangerschaftstests“. Diese gab es auch, allerdings nicht verursacht durch das Teststäbchen, sondern durch das Schwangerschaftshormon Beta-HCG, welches direkt nach der Befruchtung der Eizelle ausgestoßen wird. Laut Berichten zufolge enden rund 30 Prozent der Schwangerschaften unbemerkt als natürlicher Abort. So nennt sich der Zustand, wenn sich die befruchtete Eizelle nicht an die Gebärmutter „andockt“ und vom Körper abgestoßen wird. Dies passiert im Normalfall in den ersten Tagen bzw. 2 Wochen der Schwangerschaft, ohne dass die Frau dies überhaupt mitbekommt. Das Hormon allerdings ist im Körper noch ca. 2 Wochen nach diesem Abort auffindbar, bis es komplett abgebaut wurde. Dadurch gibt es Fälle, bei denen der Test positiv, die Frau jedoch nicht mehr schwanger ist.

An diesem Strohhalm klammerte ich mich in meiner Angst vor dem Schwangersein fest. Ich, ein Baby, jetzt? Das kann doch nicht sein! Ich hatte das ganz für in 3 oder 4 Jahren geplant, nach der Hochzeit und in fester und solider Anstellung. Somit vereinbarte ich am darauffolgenden Tag einen Termin beim Frauenarzt. Innerlich wusste ich allerdings bereits, dass ich den Tests glauben schenken musste. Meine Brüste spannten, mir wurde schlecht und ich war bereits 4 Tage überfällig. Alles Anzeichen die den Strohhalm verschwinden ließen.

Ab zu Frau Doktor

Eine Woche später war es dann soweit. Total nervös und etwas verängstigt – nicht vor der Ärztin natürlich, sondern vor der Nachricht die Sie mir verkünden würde – betrat ich die Praxis. Obwohl ich gerade 20 Minuten warten musste, kam mir diese Zeit wie eine Ewigkeit vor. Stunden in denen ich mir über Gott und die Welt Gedanken machte. Würde ich eine gute Mama sein? Ja, das würde ich! Vom „Job“ als Mutti träumte ich schon länger. Versteht mich bitte nicht falsch! Ich freute mich immer auf eine eigene Familie und das gemeinsame basteln, das Geschichten vorlesen, die Hausaufgaben die man kontrolliert und den ganzen Pipapo. 🙂 Aber nicht jetzt.. Ich wollte doch noch so viel reisen – in die Ferne – und mir eine berufliche Basis schaffen, mit der man – vor allem finanziell – ein Kind versorgen kann. Davon mal abgesehen… Bin ich überhaupt schon reif genug für ein Baby? Ich meine, ich fühle mich selbst manchmal noch wie 16 (und das super gerne!) – frei nach dem Motto: „Man ist so als wie man sich fühlt“! 😉 Was bedeutet das für meinen Job? Werde ich das handeln können? Was sagt der Arbeitgeber zu dieser Nachricht? Fragen über Fragen bis ich endlich aufgerufen wurde!

Ich schritt also in den Vorraum und ließ mich auf dem Sessel vor dem Schreibtisch nieder. Nach einem kurzen Gespräch, indem ich ihr von den Tests und meiner Vermutung erzählte, bat sie mich in den Untersuchungsraum. Meine Aufregung war kaum mehr auszuhalten. Ich hatte schweißnasse Hände. Verdammt, jetzt ist es soweit! Sie knipste das Ultraschallgerät an und begann mit der Untersuchung. Da… Winzig, aber dennoch eindeutig! Was mich für ein Gefühl überkam, als ich diese kleine schwarze Blase mit klitzekleinem Inhalt sah, ist eigentlich kaum zu beschreiben. Mir flossen sofort wieder die Tränen – ohne dass Frau Doktor überhaupt etwas gesagt hatte. Das Bild sprach mehr als Worte. Es stand nun fest: „Sie sind schwanger!“, sagte sie. Bei einem Versuch das Gefühl zu beschreiben, welches mich übermannte, muss ich gestehen, dass ich nun nicht mehr nur Sorge, Angst und Verzweiflung empfand, sondern plötzlich auch Stolz und Glück. Dieses kleine Etwas sollte in ein paar Monaten unsere Familie erweitern und mich zu einer Mama machen. Bei diesem Anblick war es um mich geschehen. Ich empfand Freude – noch immer auch Angst – aber auch tiefe, wahre Freude! Ich nahm noch etwas benommen das Ultraschallbild entgegen und wurde in einem Nachbarraum platziert.

Daraufhin folgte eine Blutabnahme, eine Blutdruckmessung und der Gang zur Waage. Zudem wurde ein weiterer Termin für die darauffolgende Woche vereinbart, in der ich meinen Mutterpass bekommen sollte. Wie jetzt? Mutterpass? Das ging mir irgendwie zu schnell.. Ich hab doch soeben erst die „frohe“ Botschaft erhalten und war gerade erst in der 6. Woche laut Frau Doktor. Aber so ist das wohl.. Man wird hier ins kalte Wasser geworfen. Gut, dass ich einen starken Partner und eine mich immer unterstützende Familie im Rücken habe, die mir Halt und Sicherheit gibt. <3

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